Spezielle Behandlungsverfahren - Praxis für Ergotherapie Stefanie Bertsch

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Spezielle Behandlungsverfahren

Schwindeltherapie
„Schwindel stellt ein Symptom dar, keine Krankheit und wird auch als intersensorischen Konflikt bezeichnet“ (Brandt und Daroff)
Indikation:
  • psychogener Schwindel
  • Altersschwindel
  • physiologischer Schwindel
  • zentraler vestibulärer Schwindel
  • Morbus Meniere
  • Ausfall eines Gleichgewichtsorgans bzw. -nervs
  • Benigner paroxysmaler Lageschwindel
Befunderhebung/Anamnese:
  • Differenzierung und Klassifizierung in systematischen und unsystematischen Schwindel
  • Anamnese der zeitlichen Verläufe des vestibulären Schwindels
  • Abfragen von Begleitsymptomen
  • Schwindelanamnesebogen und -tagebuch
  • Untersuchung von Blick- und Spinalmotorik
Tests:
  • Romberg- Standversuch
  • Unterberger Tretversuch
  • Blindgang
  • Vertikaler Zeichentest nach Fukuda
  • Zeigeversuch nach Barany/Finger- Nase-Versuch
Therapieformen:
  • Lagerungstraining nach Brandt und Daroff, Befreiungsmanöver nach Semont bzw. Epley beim benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel, nicht als Kompensation sondern je nach Ausprägung z. T. bei einmaliger Intervention zu beheben
  • Verhaltenstherapeutisches und/oder Placebo- Schwindeltraining v a. bei psychogenem Schwindel
  • Gleichgewichtstraining, Potentialausnutzung, Sturzprophylaxe und Stärkung der Selbstsicherheit bei Altersschwindel
  • Training nach Brandt und Daroff beim physiologischen Schwindel bestehend auf dem intersensorischen Konflikt und Kinestosen
  • beim zentral vestibulärem Schwindel Training und Normalisierung der Wahrnehmungsverarbeitung und blickmotorisches Training, Gleichgewichts- und Stellreaktionen
  • ein Selbsthilfetraining kann beim Morbus Meniere in gegebener Situation hilfreich und entlastend wirken
  • vestibuläre Übungsbehandlung bei Ausfall eines Gleichgewichtsorgans- bzw. -nervs
Ziel:
Förderung der zentralen Interaktion bzw. Koordination sowie Integration durch das trainieren bestimmter Reflexe bzw. Reaktionen des vestibulären Systems und der Abläufe der interagierenden Systeme durch hohe Redundanz des ZNS (Kompensation wird durch Gleichgewichtsübungen und Bewegungsreize gefördert, durch Inaktivität behindert)
Inhalte:
       - blickmotorisches Training
       - propriozeptives Training
       - Lagerungstraining nach Brandt und Daroff

Sturzprophylaxe
200.000 ältere Menschen erleiden Jahr für Jahr durch einen Sturz einen Oberschenkel- oder einen Hüftbruch. Der weitaus größte Teil aller Stürze beruht auf dem Verlust der Funktionsfähigkeit des Körpers. Das bedeutet: Es liegt vor allem an der fehlenden Muskelkraft und an der nachlassenden Gleichgewichtsfähigkeit, dass ältere Menschen so häufig stürzen. Das bedeutet aber auch: Jeder Mensch kann durch gezieltes Muskeltraining in Kombination mit einem Gleichgewichtstraining aktiv etwas tun, um das Sturzrisiko ganz erheblich zu minimieren.
Zielgruppe:
  • ältere Menschen, die vorbeugend aktiv werden wollen, um Stürzen entgegenzuwirken
  • ältere Menschen, die standunsicher oder nur eingeschränkt mobil sind und ein erhöhtes Sturzrisiko haben
Trainingsverfahren/ -inhalte:
  • Testung des individuellen Sturzrisikos
  • Aufklärung über Ursachen, Risikofaktoren und Folgen von Stürzen
  • Krafttraining, Hypertrophietraining
  • Balance- Training
  • Standsicherheits- und Mobilitätstraining
  • Gehschule

Kopfschmerz- und Migränebehandlung nach Kern
Bernhard Kern arbeitet seit 1992 als staatlich anerkannter Masseur und Körpertherapeut in eigener Praxis. Er entwickelte die Migränetherapie und die kinästhetische Anatomie.
Indikation:
Die Migränetherapie kann sowohl prophylaktisch bei Migräne- und Kopfschmerzpatienten eingesetzt werden, als auch in akuten und chronischen Schmerzzuständen, sowie bei traumatisch bedingter Ursache.
Ziele:
Den Patienten wird ein Lernprozess angeboten, der zur Schmerzfreiheit und darüber hinaus auch zu Wohlgefühl und Gesundheit anleitet.
Wirkungsweise:
Die Migränetherapie nach Kern ist ein völlig neuer Therapieansatz. Dabei liegt die Entdeckung zugrunde, dass sich Kopfschmerzen und Migränebeschwerden in den meisten Fällen auf der körperlichen Ebene lokalisieren lassen und deshalb auch auf dieser körperlich-anatomischen Ebene positiv beeinflussen lassen.
Dieser Lernprozess beinhaltet folgende Elemente:
1. Behandlung mit Spezialgriffen (Anatomie- und Energiebezogen) in den Bereichen Kopf, HWS, Schultergürtel. Die anatomischen Ursachen werden ertastet, Verspannungen und Bewegungseinschränkungen werden vom Patient unmittelbar erfahren und mit Hilfe des Therapeuten gelöst, es wird so eine Unterbrechung des Schmerzzirkels bewirkt.
Periosttechniken und Golgi- Stimulation
Mobilisation HWS
Muskelfriktion/-dehnung
Atemsynchronisation
energetische Behandlung
Hautverschiebung
suturale Dehnung
Lymphdrainage
2. Bewegungstraining (Beweglichkeitsverbesserung der HWS): Anwendung am Patient und Anleitung des Patienten
3. Wahrnehmungs- und Mentaltraining

Lymphdrainage nach Dr. phil. E. Vodder, Dr. med. J. Asdonk, Prof. Dr. Földi
Wirkungsweise:
  • Anregung des Lymphgefäßes und dadurch Lymphtransportsteigerung
  • Erschließung einer größeren Resorptionsfläche durch Verschiebung/Verteilung
  • Lockerung/Lösung
  • Förderung der Kontraktilität der glatten Muskelzellen
  • Tonusminderung der quergestreiften Muskulatur
  • Pulsfrequenzsenkung
  • Förderung des Parasympathikus
  • Schmerzlinderung
  • Beeinflussung der Vorgänge im Lymphknoten
  • Verbesserter Abtransport schädlicher Substanzen aus dem Bindegewebe
Indikation:
Ödeme:
  • traumatisch verursachte
  • postoperativ verursachte
  • neurologisch verursachte
  • Sudeck-Syndrom
  • Chronische Polyarthritis
  • Migräne/ Kopfschmerz-Syndrom

Atemtherapie
Wirkungsweise:
Die Atemtherapie dient dazu, Atemnot durch die Mobilisierung des Brustkorbes zu verringern und gleichzeitig die Vitalkapazität zu verbessern. Ein wichtiges Ziel ist die Lösung und der Transport von Sekret. Die Atemarbeit soll durch Lockerung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur des Rumpfes erleichtert werden. Ebenso werden atemhemmende Widerstände und Fehlatembewegungsformen abgebaut. Auch eine Kräftigung der Atemmuskulatur wird erreicht.
Indikation:
Vorbeugend, sowie vor und nach Operationen zur Verbesserung der Lungenfunktion. Therapeutisch bei obstruktiven und restriktiven Lungenerkrankungen, psychophysischen Störungen und Wirbelsäulenerkrankungen, wie Skoliosen und Morbus Bechterew.
Angewandte Techniken:
  • Vibrationen (Sekretlösung)
  • Lagerungstechniken (Anregung der Reinigungsfunktion, Sekretabtransport)
  • Hustentechniken
  • Atemmassage und Kompression
  • Passive Entspannungstechniken von Thorax und Zwerchfell aus der Craniosakralen Therapie
  • Packegriffe und Dehnlagerung zur Lockerung
  • Techniken aus PNF und E- Technik zur Verbesserung der Atemfunktion
  • Techniken aus der manuellen Therapie und Osteopathie
  • Reflektorische Atemtherapie
Atemtherapie mit Elementen von Yoga und Middendorf:
  • Angeleitete, aktive Atemübungen und –erfahrungen von Atem, Atemräumen, und Atemrhythmus
  • Belüften der Atemräume (Brust-/Bauch-/Flanken-/Lendenatmung)
  • Erweiterung der Atemräume
  • Verbesserung des Atemvolumens
  • Arbeiten mit Stimme,Ton und Atmung


 
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